Was kostet Eventschutz? Übliche Richtwerte liegen bei rund 26 bis 35 € je Sicherheitskraft und Stunde; Zuschläge für Abend- und Wochenendeinsätze sind darin bereits enthalten. Als Faustregel braucht eine Veranstaltung bis 200 Besucher 2 Kräfte, bis 1.000 Besucher 6 und darüber 10. Eine Feier mit 150 Gästen und 6 Stunden Einsatz kostet damit rund 312 bis 420 €.
Kosten für Eventschutz: Entscheidungskriterien
| Kriterium | Worauf achten | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Stundensatz | Richtwert 26–35 € je Kraft und Stunde, Zuschläge enthalten? | Nur den Stundensatz vergleichen |
| Teamgröße | Faustregel 2 / 6 / 10 Kräfte nach Besucherzahl | Personal nach Budget statt nach Risiko planen |
| Einsatzdauer | Aufbau, Einlass, Abbau und Räumung einrechnen | Nur die offizielle Programmzeit kalkulieren |
| Qualifikation | Unterrichtung bzw. Sachkunde nach § 34a GewO | Nachweise nicht anfordern |
| Einsatzleitung | Eine koordinierende Kraft mit Funk ✓ | Kein fester Ansprechpartner ✕ |
| Verlängerung | Stundenpreis für Überzeit schriftlich regeln | Mehrkosten erst nach dem Event klären |
| Planungsvorlauf | Früh buchen, um Normalkonditionen zu sichern | Wenige Tage vorher anfragen |
| Behördliche Auflagen | Ordnerkonzept vor dem Genehmigungsantrag abstimmen | Auflagen erst nachträglich einpreisen |
Was kostet Eventschutz pro Stunde?
Was kostet Eventschutz für eine Firmenfeier, ein Stadtfest oder ein Konzert? Die kurze Antwort: In der Praxis wird Veranstaltungsschutz fast immer je Sicherheitskraft und Stunde abgerechnet. Übliche Richtwerte liegen bei rund 26 bis 35 € je Kraft und Stunde. Entscheidend für die Gesamtsumme ist daher nicht allein der Stundensatz, sondern das Produkt aus Teamgröße und Einsatzdauer.
Diese Rechnung klingt einfach, führt aber oft zu Fehleinschätzungen. Wer nur auf den Stundensatz schaut, übersieht, dass ein Event mit 800 Gästen deutlich mehr Personal braucht als eine Feier mit 150 Personen. Ebenso zählt nicht nur die offizielle Veranstaltungsdauer: Aufbau, Einlassphase, Abbau und die Räumung des Geländes gehören zur Einsatzzeit und werden mitberechnet.
Innerhalb der Spanne von 26 bis 35 € verschieben vor allem drei Größen den Preis: die Qualifikation der eingesetzten Kräfte, der Zeitpunkt des Einsatzes und der Planungsvorlauf. Events finden überwiegend abends und am Wochenende statt. Die tariflichen Zuschläge für diese Zeiten sind in den genannten Richtwerten bereits enthalten, sodass Sie für einen Samstagabend nicht mit einem zusätzlichen Aufschlag rechnen müssen.
Was Eventschutz im Einzelfall kostet, hängt außerdem von den Auflagen der Genehmigungsbehörde ab. Verlangt die Kommune etwa ein Ordnerkonzept mit festen Posten an Notausgängen, steigt die Zahl der benötigten Kräfte und damit die Summe. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie sich diese Faktoren einzeln auswirken und wie Sie eine realistische Größenordnung für Ihre eigene Veranstaltung ermitteln.
Wie wird der Preis für Veranstaltungsschutz kalkuliert?
Die Kalkulation folgt in der Regel einem festen Schema: Anzahl der Kräfte × Einsatzstunden × Stundensatz. Anders als beim dauerhaften Objektschutz gibt es beim Eventschutz selten Monatspauschalen, weil jede Veranstaltung einen eigenen Zeitrahmen und ein eigenes Risikoprofil hat. Ein nachvollziehbares Angebot weist deshalb die Stunden je Position einzeln aus.
Folgende Faktoren bestimmen, wo Ihre Veranstaltung innerhalb der üblichen Spanne landet:
Hinzu kommen organisatorische Positionen, die nicht jedes Angebot gleich behandelt. Dazu zählen Vorbesprechungen, die Erstellung eines Einsatzplans, Funkgeräte oder die Abstimmung mit Feuerwehr und Sanitätsdienst. Fragen Sie nach, ob diese Leistungen im Stundensatz enthalten sind oder separat berechnet werden.
Wichtig ist auch die Mindesteinsatzdauer. Häufig wird eine Kraft nicht für eine einzelne Stunde eingeplant, weil Anfahrt und Einweisung sonst unverhältnismäßig ins Gewicht fallen. Klären Sie deshalb früh, ab welcher Stundenzahl kalkuliert wird und was ein kurzer Einsatz tatsächlich kostet.
- Besucherzahl: Sie ist der wichtigste Treiber für die Teamgröße und damit für die Gesamtkosten.
- Risikoprofil: Alkoholausschank, öffentlicher Zugang, prominente Gäste oder ein offenes Gelände erhöhen den Personalbedarf.
- Einsatzzeiten: Abend-, Nacht- und Wochenendstunden sind bei Events der Normalfall; die tariflichen Zuschläge stecken bereits im Richtwert.
- Qualifikation: Eine Einsatzleitung mit Sachkundeprüfung wird höher kalkuliert als eine Kraft mit Unterrichtung nach § 34a GewO.
- Planungsvorlauf: Frühe Buchungen sichern Personal zu Normalkonditionen, kurzfristige Anfragen erzeugen häufig Zuschläge.
- Behördliche Auflagen: Vorgaben zu Einlass, Flucht- und Rettungswegen oder Verkehrslenkung können zusätzliche Posten erfordern.
infoNeues Personal braucht behördliche Prüfung
Bewachungsunternehmen dürfen Beschäftigte in der Regel erst einsetzen, nachdem diese über das Bewacherregister gemeldet und von der zuständigen Behörde auf Zuverlässigkeit geprüft wurden. Kurzfristig benötigte Zusatzkräfte lassen sich deshalb nicht beliebig beschaffen, auch nicht mit höherem Budget.
Wie viele Sicherheitskräfte braucht eine Veranstaltung?
Weil Eventschutz nach Kräften und Stunden abgerechnet wird, ist die Teamgröße die Stellschraube mit der größten Wirkung auf das Budget. Als Faustregel aus der Praxis gelten folgende Werte:
Diese Zahlen sind ein Startpunkt, keine feste Vorgabe. Das Risikoprofil kann den Bedarf deutlich verschieben. Ein ruhiger Empfang mit geladenen Gästen kommt oft mit weniger Personal aus als eine öffentliche Party mit Abendkasse und Getränkeausschank. Ein weitläufiges Außengelände mit mehreren Zugängen braucht mehr Posten als ein Saal mit einem einzigen Eingang.
Auch die Aufgabenverteilung spielt eine Rolle. Typische Positionen sind Einlass und Taschenkontrolle, Streife im Innenbereich, Sicherung von Bühne oder Backstage, Überwachung der Notausgänge sowie eine Einsatzleitung, die den Funkverkehr koordiniert. Jede dieser Rollen muss während der gesamten kritischen Phase besetzt sein, Pausen eingeschlossen.
Behördliche Auflagen können die Zahl der Kräfte zusätzlich festlegen. Je nach Bundesland und Veranstaltungsort verlangen Kommunen ein Ordnerkonzept, in dem Posten an Flucht- und Rettungswegen verbindlich vorgesehen sind. Was die Sicherheit Ihrer Veranstaltung am Ende kostet, entscheidet sich deshalb häufig schon bei der Genehmigung. Planen Sie das Sicherheitskonzept ein, bevor Sie den Antrag stellen, damit Konzept und Kalkulation zusammenpassen und Sie keine unerwarteten Nachforderungen der Behörde einpreisen müssen.
- bis 200 Besucher: 2 Sicherheitskräfte
- bis 1.000 Besucher: 6 Sicherheitskräfte
- über 1.000 Besucher: 10 Sicherheitskräfte als Ausgangsgröße
Quelle: snoel.de Leistungsseite
Was kostet Eventschutz konkret? Drei Rechenbeispiele
Die folgenden Beispiele verbinden die Faustregel zur Teamgröße mit den üblichen Richtwerten von 26 bis 35 € je Kraft und Stunde. Sie zeigen Größenordnungen, keine verbindlichen Angebote.
Zwei Kräfte sind 6 Stunden im Einsatz, vom Einlass bis zum Ende der Feier. Das ergibt 12 Einsatzstunden. Bei 26 bis 35 € je Stunde kostet der Eventschutz hier rund 312 bis 420 €.
Sechs Kräfte arbeiten je 8 Stunden, insgesamt also 48 Stunden. Daraus ergeben sich rund 1.248 bis 1.680 €. Kommt ein längerer Aufbau hinzu, bei dem das Gelände bereits bewacht werden muss, steigen die Stunden und damit die Summe entsprechend.
Zehn Kräfte über 10 Stunden ergeben 100 Einsatzstunden und damit rund 2.600 bis 3.500 €. Bei Großveranstaltungen dieser Art verlangen Behörden oft zusätzliche Posten, sodass zehn Kräfte eher die Untergrenze darstellen.
An den Beispielen wird deutlich, warum der Stundensatz allein wenig aussagt. Der Unterschied zwischen 26 und 35 € macht bei Beispiel 3 immerhin 900 € aus, eine zusätzliche Kraft über 10 Stunden dagegen 260 bis 350 €. Wer Kosten senken möchte, erzielt über eine präzise Zeitplanung meist mehr als über das Verhandeln des Stundensatzes. Prüfen Sie, ob wirklich alle Posten über die gesamte Dauer besetzt sein müssen oder ob etwa der Einlass nach der Hauptankunftszeit mit weniger Personal auskommt.
inkl. Abend- und Wochenendzuschlägen
12 Einsatzstunden
48 Einsatzstunden
100 Einsatzstunden
Quelle: snoel.de Leistungsseite
Welche rechtlichen Vorgaben beeinflussen die Kosten?
Eventschutz ist in Deutschland in der Regel Bewachungsgewerbe. Wer ihn gewerblich anbietet, braucht eine Erlaubnis nach § 34a der Gewerbeordnung. Das Personal muss mindestens eine Unterrichtung bei der IHK nachweisen. Für bestimmte Tätigkeiten ist die Sachkundeprüfung vorgeschrieben, etwa für Bewachungen in leitender Funktion bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen. Diese Qualifikationsstufen erklären einen Teil der Preisunterschiede: Eine Einsatzleitung mit Sachkunde kostet mehr als eine unterrichtete Kraft am Einlass.
Die Details regelt die Bewachungsverordnung (BewachV). Zudem werden Bewachungsunternehmen und ihr Personal im Bewacherregister des Bundes erfasst. Für Sie als Veranstalter ist das ein praktischer Prüfpunkt: Ein seriöser Dienstleister kann die Erlaubnis und die Qualifikation der eingesetzten Kräfte belegen.
Einen Orientierungsrahmen für die Qualität von Sicherungsdienstleistungen bietet die DIN 77200. Sie beschreibt Anforderungen an Organisation, Personal und Abläufe. Eine Zertifizierung ist nicht vorgeschrieben, kann aber bei der Auswahl helfen, weil sie nachvollziehbare Standards dokumentiert.
Rechtlich relevant ist auch Ihre eigene Rolle. Als Veranstalter tragen Sie in der Regel die Verkehrssicherungspflicht für Ihre Gäste. Kommt jemand durch mangelhafte Organisation zu Schaden, können Schadensersatzansprüche nach § 823 BGB entstehen. Ein zu knapp kalkuliertes Sicherheitsteam spart daher nur scheinbar Geld. Wer zusätzlich Kameras einsetzt, muss die Vorgaben der DSGVO beachten, darunter eine klare Rechtsgrundlage, sichtbare Hinweise und eine Speicherdauer, die sich am Zweck orientiert. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung, sie zeigen aber, warum Qualifikation und Planung ihren Preis haben.
Worauf sollten Sie beim Vergleich von Angeboten achten?
Eine einheitliche Preisformel für Eventschutz gibt es nicht. Angebote lassen sich daher nur vergleichen, wenn sie dieselben Leistungsbausteine, Qualifikationen und Zeiten enthalten. Ein günstiger Gesamtbetrag kann schlicht bedeuten, dass weniger Stunden oder weniger Kräfte eingeplant sind.
Diese Punkte sollten in jedem Angebot nachvollziehbar sein:
Ein häufiger Fehler ist, die Verlängerung nicht zu regeln. Läuft ein Konzert eine Stunde länger, fallen für ein Team von sechs Kräften sechs zusätzliche Einsatzstunden an, also rund 156 bis 210 €. Das ist planbar, sollte aber vorher vereinbart sein. Ebenso teuer kann eine späte Anfrage werden: Wer erst wenige Tage vor dem Termin plant, zahlt häufig Zuschläge oder bekommt nicht die gewünschte Teamgröße.
Was Eventschutz für Ihre Veranstaltung kostet, lässt sich am verlässlichsten mit einer Besichtigung des Veranstaltungsorts und einem schriftlichen Einsatzplan ermitteln. Weitere Auswahlkriterien finden Sie im Beitrag Worauf achten bei Eventschutz. Wenn Sie eine fachliche Einschätzung wünschen, berät Sie Snoel unverbindlich zum Eventschutz für Ihre Veranstaltung.
- Anzahl der Kräfte je Position und Zeitfenster
- Einsatzbeginn und -ende inklusive Aufbau, Einlass und Räumung
- Qualifikation: Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO
- Einsatzleitung und Kommunikationsmittel wie Funk
- Regelung für Verlängerungen, falls die Veranstaltung länger dauert
- Stornobedingungen und Fristen
- ein Einsatzplan mit Rollen, Eskalationsstufen sowie Flucht- und Rettungswegen
Quellen






